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Beste Chancen für einen Park ohne Überbauung auf dem Steinfabrikareal

26. Januar 2010

Der Entscheid des Verwaltungsgerichts, es sei ein erneutes Auflageverfahren zum Steinfabrikareal durchzuführen, ist ein positiver Meilenstein für das Bürgerforum.

Die Chancen stehen gut, dass auf dem Steinfabrikareal ein wertvoller Naherholungsraum entsteht und nicht eine Grossüberbauung mit Pseudo-Parkanhängsel. Der Gemeinderat hatte mit seinem Beschluss vom Sommer 2008 ermöglichen wollen, dass doch rund zwei Drittel der zur Verfügung stehenden Fläche dicht überbaut werden könnten. Da aber die Vorlage des Gemeinderats nicht dem Auftrag der Umzonungs-Initiative entspricht, die von den Freienbacher Stimmbürgern 2006 gutgeheissen wurde, verlangt nun das Verwaltungsgericht ein zusätzliches Auflage- und Einspracheverfahren.

Am vergangenen Mittwoch bot die Präsidentin des Bürgerforums Vertretern des Gemeinderates einmal mehr an, gemeinsam mit der Grundeigentümerin, der Korporation Pfäffikon und ihrem Präsidenten als Kaufrechtsnehmer, eine wirklich allseits befriedigende Lösung zu suchen. Ihr Vorschlag eines Runden Tisches wurde aber wieder abgelehnt, und damit verstrich eine weitere Gelegenheit zur Verbesserung des Vertrauensverhältnisses zwischen Bürgern und Behörden ungenutzt.

Die nächste Etappe sieht nun wie folgt aus:

  • Weiterhin werden durch Verfahrensverzögerung Gemeindegelder vergeudet.
  • Zur Verteidigung des Bürgerwillens wird Stimmrechtsbeschwerde erhoben werden müssen, falls die endgültige Abstimmungsvorlage nicht dem Initiativ-Auftrag entspricht.
  • Die vorgesehene ersatzlose Streichung des Pflichtanteils an günstigen Wohnungen wirft Fragen nach den wirklichen Absichten des Gemeinderates auf.
  • Ein entscheidender Fehler im geltenden Erschliessungsplan wird nun spruchreif: die nur gerade 4.70m breite Unterführung ins Unterdorf Pfäffikon ist zu schmal. Sie entspricht nicht den Vorschriften für das Verkehrsaufkommen aus einer Wohn- und Gewerbezone mit Hunderten von Autos. Damit das Steinfabrikareal überhaupt als erschlossen gelten könnte, müssten zuerst hohe öffentliche Investitionen in den Strassenbau fliessen. Der aktuelle Wert des nicht zonenkonform erschlossenen Steinfabrikareals ist also viel geringer, als von offizieller Seite immer wieder behauptet wird. Erst mit dem Bau der Umfahrung oder anderen Erschliessungen aus öffentlichen Geldern würde das Areal für die Gemeinde teuer.
  • Es liegt in der Hand der Stimmbürger, sich nicht ins eigene Fleisch zu schneiden. Die Entschädigung der Umzonung ist kostengünstiger als alles andere, weil dank sanfter Nutzung eine aufgeblähte neue Strasse und Unterführung gar nicht nötig ist.

Mit seinem Entscheid hat das Verwaltungsgericht festgestellt, dass die Umzonung einem öffentlichen Bedürfnis entspreche und die Beschwerden der Korporation und ihres Präsidenten abgelehnt. Die gerichtlich angeordneten weiteren Schritte geben den Initianten indirekt Recht und so zeigt sich nun immer klarer, wie vorteilhaft eine Umzonung des ganzen Steinfabrikareals für die Gemeinde Freienbach sein wird. Das Naherholungsgebiet am See ist auf gutem Wege.

Irene Herzog-Feusi

Präsidentin des Trägervereins

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